HDJ-Zeltlager in nds. Eschede
Geschrieben von: Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen   
Sonntag, den 27. Mai 2007 um 00:00 Uhr

HDJ-Zeltlager mit ca. 200 Neonazis im niedersächsischen Eschede über Pfingsten Zurzeit treffen sich in Eschede (bei Celle) ca. 200 Anhänger der HDJ (Heimattreuen Deutschen Jugend), der Nachfolger Organisation der verbotenen Wiking Jugend. Ort des Neonazi-Zeltlagers ist das Gut des Landwirts Joachim Nahtz (Am Finkenberg, der Feldweg ist eine Sackgasse an der Peripherie von Eschede an dessen Ende Nahtz Bauernhof und Felder liegen). Die ersten Teilnehmer reisten bereits am Donnerstag an, die vor Ort befindliche Polizei stellte deren Personalien fest. Ursprünglich sollte das Treffen in Hofgeismar in Hessen stattfinden. Als dort die Polizei davon erfuhr und mit dem Besitzer des Grundstückes sprach, zog der seine Zusage zurück. Also schwenkten die Rechtsextremen nach Eschede um. Es wird damit gerechnet, dass die HDJ-Anhänger bis Montag ihr Lager durchführen werden. Nahtz ist in rechten Kreisen kein Unbekannter. Als 17-Jähriger war er der Deutschen Reichspartei beigetreten, später der NPD. Nach einiger Zeit bei den Republikanern war er Anfang 2005 wieder der NPD beigetreten, für die er im gleichen Jahr als Direktkandidat im Wahlkreis Celle-Uelzen antrat. 2006 hatte er bei der Kommunalwahl für das „Sozialpatriotische Bündnis“ kandidiert und trat zuletzt beim Nazi-Aufmarsch in Celle am 9.12.06 in Aktion. In den vergangenen Jahren hat es auf dem Grundstück von Nahtz immer wieder Sommer- und Wintersonnenwendfeiern mit Vertretern rechtsextremer Grupppierungen gegeben. Im Dezember 2000 hatte die Polizei ein entsprechendes Treffen mit rund 150 Beamten aufgelöst. Nahtz ist mit dem Hamburger Neonazi Jürgen Rieger bekannt, seine Frau Renate kochte früher im sogenannten Heideheim in Hetendorf. Dort hatte sich bis zu ihrem Verbot immer wieder die Wiking-Jugend getroffen, dort fanden die so genannten Hetendorfer Tagungswochen statt.HDJ - Hitlers Depperte Jugend